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Outdoor

Basics | Rucksack optimal packen: So wird Gepäck richtig verstaut

Die wichtigste Regel beim Beladen des Rucksacks? Überflüssige Teile bleiben zu Hause!

Es ist fast unmöglich, einen Rucksack für längere Touren direkt beim ersten Mal optimal zu packen. Zwangsläufig endet jeder Anlauf in einem Neustart mit nervenaufreibenden Fragen: Welche Ausrüstung soll ich als erstes verstauen? Wie viele Proteinriegel brauche ich eigentlich? Warum ist da kein Platz mehr für den Campingkocher, oder sollte ich den außen per Karabiner befestigen? Wie wichtig ist mir morgens frischer Kaffee mit der French Press? Welches Equipment lohnt sich zu opfern in Absprache mit dem Rest der Gruppe?

Die entscheidende Antwort hängt zwar von der Kapazität des Rucksacks ab, aber denke daran, dass diese Modelle so ausgelegt sein sollten, dass sie alles enthalten, was ein Reisender unterwegs benötigt. Man muss nur wissen, was wohin verstaut wird. Entscheidende Faktoren sind die richtige Gewichtsverteilung, Organisation der Gegenstände und manchmal auch ein bisschen Glück. Aber da man sich darauf nicht verlassen kann, geben wir eine kleine Anleitung zum richtigen Packen des Rucksacks für Touren.

Große Teile zuerst

Was als letztes aus dem Rucksack benötigt wird, wandert zuerst hinein. Weil dein Schlafsack erst am Ende des Tages zum Einsatz kommt und viel Volumen einnimmt, wird er unten verstaut. Ein großer, aber verhältnismäßig leichte Gegenstand an der Unterseite des Rucksacks bildet demnach die Basis für die schwerere Ausrüstung. 

Platziere das Gewicht dort, wo es hingehört

Es gibt ein paar Tricks, die Schmerzen auf ein Minimum zu reduzieren, die sich bemerkbar machen können, um 20 Kilogramm Gewicht mit der wichtigsten Ausrüstung auf den Berg zu transportieren. Leichtgewichtige Sachen kommen zuerst auf Schlafsack, Dinge wie Jacke, Primaloft oder Softshell. Dazu zählen auch weitere Kleidungsstücke wie Shirts, Funktions- und Unterwäsche und andere Kleinigkeiten. 

Die schwersten Gegenstände wie Wasserblasen oder mit Lebensmitteln gefüllte Töpfe und der Großteil des Gewichts von der Packliste sollte idealerweise etwa zwischen den Schulterblättern und körpernah am Rücken zentriert liegen. Dann wird der Rest des Rucksacks mit mittelschwerer Ausrüstung wie dem Erste-Hilfe-Kit, Campingkocher oder Wasserfilter weiter vom Rücken entfernt im überschüssigen Raum in der Mitte des Hauptfaches eingelagert.

Foto: Tobias Cornille/Unsplash
Foto: Tobias Cornille/Unsplash

Nutze das Deckelfach für wichtige Teile der Ausrüstung

Im Deckelfach mit Reißverschluss an der Oberseite des Rucksacks finden die wichtigsten Teile der Ausrüstung Platz – auf sie musst du tagsüber schnell zugreifen können und dieser Stauraum ist dein engster Verbündeter, besonders auf langen Touren. Sonnenbrille, GPS, Handy, Sonnencreme, Snacks, eine Stirnlampe oder eine zusätzliche Schicht Kleidung gehören dort hinein. Schneller Zugriff wird zweifellos Zeit sparen, die man sonst am Wegesrand vergeudet, wenn der Rucksack für ein Kleinteil erst komplett seziert werden muss.

Halte dein Equipment zusammen

Investiere in einige kleine Reißverschlusstaschen, die helfen können, kleinere Gegenstände zusammenzuhalten. So lassen sich etwa Besteck und Kochutensilien in einer Tasche platzieren, Waschzeug bleibt konzentriert in einem anderen Zipper, Snack finden ebenfalls einen eigenen Stauraum. Auf diese Weise wirst du bei Sonnenuntergang nicht durch den Rucksack wühlen müssen, nur um eine Gabel zu finden, wenn das Abendessen gerade fertig ist.  

Außen am Rucksack wenig Equipment befestigen

Am besten ist es, wenn so wenig wie möglich außen am Rucksack befestigt wird, sondern noch im Innenraum unterkommt. Teile, die breiter sind als dein Körper und horizontal unter dem Rucksack verzurrt werden, können unterwegs an Felswänden, Bäumen oder Sträuchern hängenbleiben, an denen du vorbeigehst. Externe Ausrüstung sollte so angebracht sein, dass sie nicht zum Hindernis wird. Wanderstöcke oder Isomatte sollten daher vertikal angebracht werden. 

Weitere Tipps

  • Lege alle Sachen vor dem Packen raus, um einen Überblick zu haben, anstatt nach und nach den Rucksack zu füllen.
  • Schau dir die Menge an Kleidung an, die du mitbringen willst, und nimm nur mit, was du wirklich brauchst.
  • Rolle die Kleidung, es spart Platz im Vergleich zum Falten (noch besser ist ein Kompressionssack).
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