Ein geliehenes Segelboot, kaum Erfahrung auf dem Meer und eine riesige Felswand auf einer griechischen Insel: Für den EOFT-Film „Wand in Sicht“ haben sich die Stuttgarter Brüder Philipp und Moritz Hans auf ein ziemlich außergewöhnliches Abenteuer eingelassen. Wir haben die beiden vor der Premiere zum 25-jährigen Jubiläum der European Outdoor Film Tour getroffen und mit ihnen über spontane Entscheidungen, stürmische Rückschläge und eine Erstbegehung gesprochen, die deutlich größer wurde als ursprünglich gedacht.

Von Stuttgart aufs Mittelmeer
Ihr kommt beide aus Stuttgart. Weder das Meer noch die Berge liegen direkt vor eurer Haustür. Wie kommt man da auf die Idee, mit einem Segelboot nach Griechenland aufzubrechen, um eine neue Kletterroute zu erschließen?
Philipp: Das hat sich tatsächlich eher zufällig ergeben. Ich war vorher mit Stefan Glowacz auf seiner Coast-to-Coast-Expedition unterwegs. Das war eine wahnsinnig spannende Erfahrung, allerdings waren wir dort auch ziemlich gut betreut. Für vieles gab es Experten, die sich auskannten. Danach hatte ich Lust, selbst etwas auf die Beine zu stellen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Irgendwie hat mich das Segeln fasziniert, also habe ich beschlossen, meinen Segelschein zu machen.
Und dann kam plötzlich ein Segelboot ins Spiel?
Philipp: Genau! Kurz bevor ich den Segelschein fertig hatte, meldete sich Florian Schüler bei mir. Er hatte ein Segelboot, das er gerade nicht selbst brauchte, und bot mir an, es für ein eigenes Projekt auszuleihen. Das war natürlich eine ziemlich coole Gelegenheit und für mich war eigentlich sofort klar, dass wir daraus etwas machen müssen.



