Zehn Tage, zehn Marathon-Etappen, mehr als 400 Kilometer und über 5.000 Höhenmeter: Vom 10. bis 19. Mai 2026 ist Daniel Schulz, 26, in einem komplett selbst organisierten Projekt zu Fuß rund um Mallorca gelaufen. Ohne Startnummer, ohne Veranstalter, dafür mit Kameramann, Camper-Van und einer großen Portion Abenteuerlust. Im Interview spricht er über körperliche Grenzerfahrungen, mentale Stärke und die Frage, warum man freiwillig zehn Tage hintereinander Marathon läuft und was so ein Projekt mit einem Menschen macht.
Daniel Schulz, stell dich kurz vor. Wer bist du und was machst du?
Ich bin 26 Jahre alt, arbeite Vollzeit als Vertriebsleiter und mache seit vielen Jahren Sport. Lange Zeit war Krafttraining mein Schwerpunkt. Ausdauersport habe ich früher sogar gehasst. Erst vor drei Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen – und seitdem hat sich für mich eine völlig neue Welt eröffnet.
Du bist nie einen klassischen Ultramarathon gelaufen. Warum gleich eine Inselumrundung?
Mich reizt weniger der Wettkampf als die Kombination aus Ausdauer und Abenteuer. Einen Marathon mit Startnummer bin ich gelaufen, aber wirklich gepackt haben mich Projekte, bei denen man eine besondere Strecke erlebt und unterwegs etwas entdeckt. Genau das wollte ich auf Mallorca.


