
4. Camping-Ausrüstung fürs Bikepacking
Da wir auf unserer Tour möglichst flexibel sein möchten, werden wir die Nächte überwiegend auf Campingplätzen verbringen. So sind wir nicht an feste Unterkünfte gebunden und können unsere Tagesetappen spontan anpassen, je nachdem, wie weit wir kommen oder wo es uns besonders gut gefällt. Natürlich bedeutet das auch, dass jedes Gramm Campingausrüstung mit aufs Fahrrad muss. Deshalb haben wir versucht, ein möglichst leichtes, aber trotzdem komfortables Setup zusammenzustellen.
Zelt
Naturehike Cloud Up
Das größte Ausrüstungsteil auf unserer Packliste ist unser Naturehike Cloud Up. Für Bikepacking ist das Gewicht schließlich ein entscheidender Faktor, und mit rund 1,8 Kilogramm gehört das Zelt zu den leichteren Modellen für zwei Personen. Wichtig war uns außerdem, dass es auch bei schlechtem Wetter zuverlässig schützt. Gerade in den Pyrenäen kann das Wetter schnell umschlagen. Das Cloud Up gilt als stabil, gut belüftet und wasserdicht, genau das, was wir uns für unsere erste Tour wünschen. Hoffen wir trotzdem, dass wir möglichst selten im Regen aufbauen müssen.
Isomatte
Zenbivy Ultralight Mattress
Nach mehreren Stunden im Sattel möchten wir nachts natürlich auch vernünftig schlafen. Deshalb haben wir uns für die Zenbivy Ultralight Mattress entschieden. Sie lässt sich extrem klein verpacken, wiegt je nach Größe deutlich unter 600 Gramm und bietet mit ihrem hohen Isolationswert trotzdem ausreichend Wärme für kühlere Nächte in den Bergen. Gerade wenn mehrere lange Etappen hintereinander anstehen, dürfte guter Schlaf mindestens genauso wichtig sein wie ein leichtes Fahrrad.
Quilt statt Schlafsack
Zenbivy Ultralight Quilt
Beim Schlafsystem gehen wir einen für uns neuen Weg und verzichten auf einen klassischen Schlafsack. Stattdessen nehmen wir den Zenbivy Ultralight Quilt mit. Ein Quilt funktioniert im Grunde wie eine besonders leichte Bettdecke. Er wird an der Isomatte befestigt, sodass keine unnötige Isolierung unter dem Körper liegt, schließlich sorgt dort ohnehin die Isomatte für die Wärme. Dadurch spart man Gewicht und Packmaß, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Ob das Konzept für uns genauso gut funktioniert, wie viele erfahrene Bikepacker berichten, werden wir nach den ersten Nächten wissen.
Kopfkissen
DIY statt Extra-Gewicht
Beim Kopfkissen sparen wir uns ein zusätzliches Ausrüstungsteil. Stattdessen stopfen wir einfach ein langärmliges Shirt oder eine leichte Fleecejacke in einen kleinen Kissenbezug. Spart Gewicht, spart Platz, und hoffentlich schläft es sich trotzdem bequem.
Unser Koch-Setup
Gaskocher von Forclaz
Tagsüber werden wir wahrscheinlich eher spontan essen. Morgens träumen wir schon jetzt von einem Espresso und Croissant beim nächsten Bäcker, mittags darf es gerne eine Pizza, ein Baguette oder alles sein, was uns unterwegs begegnet.
Abends auf dem Campingplatz möchten wir allerdings selbst kochen. Dafür nehmen wir einen kleinen, kompakten Gaskocher von Forclaz mit. Der ist leicht, unkompliziert und dank integrierter Piezo-Zündung brauchen wir nicht einmal ein Feuerzeug einzupacken. Wahrscheinlich kommt zusätzlich noch ein kleiner Windschutz mit, damit das Wasser auch bei etwas Wind schnell heiß wird.
Topf, Teller und Göffel
Fire-Maple Petrel-Topf
Beim Kochgeschirr setzen wir konsequent auf leichtes Equipment. Unser Fire-Maple Petrel-Topf bietet mit 600 Millilitern ausreichend Platz, ist aber trotzdem angenehm leicht. Da wir nur einen Topf für zwei Personen dabeihaben, werden wir wahrscheinlich manche Gerichte nacheinander zubereiten müssen, das nehmen wir für das geringere Gewicht aber gerne in Kauf.
Dazu kommen faltbare Campingschüsseln und natürlich ein Göffel, also Gabel und Löffel in einem. Klingt erstmal lustig, spart aber tatsächlich wieder ein paar Gramm.

Essen unterwegs
Beim Essen möchten wir es möglichst unkompliziert halten. Unser Plan ist, jeden Nachmittag kurz vor dem Campingplatz noch in einem Supermarkt einzukaufen. Nudeln mit Pesto, Couscous oder andere einfache Gerichte lassen sich schnell zubereiten und liefern genau die Energie, die wir nach einem langen Tag brauchen.
Mindestens genauso wichtig sind für uns allerdings Snacks. Wer schon einmal mehrere Stunden auf dem Fahrrad unterwegs war, weiß: Ein guter Riegel oder ein schneller Frucht-Snack kann unterwegs wahre Wunder für die Motivation bewirken. Deshalb werden Proteinriegel, Quetschies und andere kleine Energielieferanten definitiv einen festen Platz in unseren Taschen bekommen.