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Causeway Coastal Route_Carrick a rede rope bridge in Northern Ireland

Travel

Nordirland | Die Causeway Coastal Route

Die ikonische Küstenroute von Nordirland

Foto: Carrick-a-Rede Hängebrücke

Die Causeway Coastal Route, die einige der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Irlands beherbergt, ist ein absolutes Muss auf jeder Reise auf die grüne Insel. Diese 200 Kilometer lange Küstenroute befindet sich an der Nordküste Nordirlands und bietet Highlights wie den Giant’s Causeway, die Hängebrücke Carrick-a-Rede und das Dunluce Castle. Aber es gibt noch vieles mehr zu entdecken!

 

Die Causeway Coastal Route erstreckt sich von Belfast bis nach Derry-Londonderry. Beide Städte eignen sich als Startpunkt, wobei es einfacher ist, von Belfast zu starten, aufgrund des Flughafens und der Nähe zu Dublin. Wir haben uns auf unserer Nordirland Reise ein Wohnmobil bei Bunk Campers in Dublin gemietet, da wir dort mit dem Flugzeug aus Deutschland gelandet sind. Mit dem geräumigen Camper mit vier Schlafplätzen, einer Toilette und Küche ausgestattet, ging es los zu unserem Startpunkt Belfast auf der Causeway Coastal Route. 

Es lohnt sich, die Hauptstadt Nordirlands anzuschauen, denn die historische Vergangenheit der Stadt ist vielfältig und heutzutage gibt es viele Relikte zu entdecken. Auch die Innenstadt kann sich sehen lassen und ist für einen ersten Abstecher auf der ikonischen Küstenroute ideal. 

The Gobbins – Wandern auf dem Klippenpfad

Von Belfast aus fahren wir weiter Richtung Nordküste zur Islandmagee in der Grafschaft Antrim. Nach 30 Kilometern folgt der zweite Stopp, ein Pfad auf Stahlträgern wenige Meter über den tosenden Wellen. Dieser außergewöhnliche Klippenpfad mit dem Namen The Gobbins Cliff Path wurde vom dem irischen Eisenbahningenieur Berkeley Deane Wise angelegt und 1902 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit der Eröffnung genießt The Gobbins weltweite Anerkennung als Wunderwerk der Technik sowie besonderer Naturschönheit, denn der Weg führt vorbei an Höhlen und den Gobbins Klippen aus Basalt mit einer reichen Vogelwelt. An den besagten Klippen gibt es die einzige Papageitaucherkolonie am nordirischen Festland zu beobachten, denn die anderen Kolonien leben auf Inseln vor der Küste Nordirland. 

Der Weg ist insgesamt 3 Kilometer lang und ein moderates Fitnesslevel wird für die Strecke benötigt. Auch festes Schuhwerk, wie Berg- oder Wanderschuhe mit dicker Sohle sollten getragen werden. Der Zugang ist mit Turnschuhe nicht erlaubt. Nach unserer Wanderung über den spektakulären Klippenpfad geht es weiter zur Küstenstadt Ballycastle. 

Causeway Coastal Route_The Gobbins
Der Klippenpfad „The Gobbins“

Ballycastle und Rathlin Island

Wir fahren 1,5 Stunden an der Küste entlang und genießen den Ausblick auf das Meer und zerklüfteten Klippen. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir kommen bei unserem dritten Stopp auf der Causeway Coastal Route an.

Die kleine Stadt Ballycastle befindet sich direkt an der Atlantikküste in der Grafschaft Antrim. Sie zählt ca. 5000 Einwohnende und ist dadurch sehr übersichtlich. Uns lockt der Hafen in die Stadt, denn ein langjähriger Freund, geboren und aufgewachsen in Ballycastle, sagte mir: „ Du musst unbedingt Fish & Chips bei Morton’s essen“. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Mit unserem Essen hocken wir uns auf die Hafenmauer und genießen die Idylle. Dabei sind wir aber stets wachsam, denn einige Möwen beobachten uns genau, um einen Moment zu finden, indem sie Pommes klauen können. Ohne auch nur einen Krümel zu lassen vom dem leckeren Essen, gehen wir zum Rathlin Island Ferry Haus, um uns Tickets für die Fähre zu holen. Die Hin-und Rückfahrt kostet 28€ Euro pro Person.

Causeway Coastal Route_Rathlin Island_Nordirland
Foto: Jake Terry

Da wir den ganzen Tag auf Rathlin verbringen wollen, übernachten wir im Causeway Coast Holiday Park, wenige Meter von der Fähre entfernt. Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, um mit der Rathlin Island Ferry um 8 Uhr von Ballycastle nach Rathlin Island überzusetzen.

Nach unserem Inselerlebnis schlafen wir im Camper und fahren am nächsten Tag zu unserem vierten Stopp der Carrick-a-Rede Hängebrücke.

Unser Abenteuer auf Rathlin Island könnt ihr hier lesen

 

Carrick-a-Rede – Hängebrücke

Die spektakuläre Hängebrücke verbindet das Festland mit der winzigen Insel Carrick-a-Rede vor der Küste Nordirlands. Dabei ist die Brücke nichts für Personen mit Höhenangst, da sie einige Meter über dem Meer zwischen zwei steilen Klippen gespannt ist. Ursprünglich wurde die Brücke von Fischern errichtet, um mit Netzen von der Hängebrücke aus Lachse zu fangen, die im Sommer in großer Zahl, zwischen der Insel und dem Festland durchschwimmen. Heutzutage sind die Einnahmen von der Brücke als Touristenattraktion aber deutlich lukrativer, als der Fischfang. 

Über den abenteuerlichen Gang über die leicht schwankende Brücke im Wind hinaus, gibt es an den Klippen von Carrick-a-Rede viele Vögel zu beobachten. Und der Ausblick an sich auf das türkise Wasser ist malerisch. Zwischen der Hängebrücke und dem Giant’s Causeway halten wir beim Elephant Rock, den Dunsverick Falls, einem Wasserfall, der die Klippen herunterfällt und dem gleichnamigen Castle Dunsverick.

Causeway Coastal Route_Carrick a rede rope bridge in Northern Ireland

Giant’s Causeway

Der Giant’s Causeway war uns bereits bekannt, durch die vielen Bilder, die in den sozialen Netzwerken kursieren von den faszinierenden Basaltsäulen in verschiedenen Lichtstimmungen. Es gibt zwei große Parkplätze, von denen der Weg zum Damm der Riesen startet. Wir parken an dem Besucherzentrum und spazieren durch einen Torbogen. Ein Blick auf zerklüftete Klippen und den schimmernden Atlantik eröffnet sich uns. Wir folgen der betonierten Straße bis fast zum Ende, an dem sich der Basaltsäulenpfad, der einige Meter ins Meer hineinläuft, befindet. Mit jedem Schritt entdecken wir neue Formationen. Es gibt viereckige, sechseckige und achteckige Basaltsäulen in verschiedenen Anordnungen.

Bei schnellerem Gehen fühlt es sich an, als wäre man in einem Videospiel und springt von Hindernis zu Hindernis. Mehr als 40.0000 Säulen stehen eng nebeneinander es am Giant’s Causeway, der seit einigen Jahren eine UNESCO-Weltnaturerbestätte ist. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang, bei dem ein besonderes Lichtspiel auf den vielen Steinen entsteht. Zum Übernachten fahren wir unser Wohnmobil auf einen Campingplatz und fallen in einen tiefen Schlaf. 

Causeway Coastal Route_Giants Causeway
Foto: Michael Shannon, Der Giant’s Causeway im Abendlicht

Dunluce Castle auf der Causeway Coastal Route

Vom Damm der Riesen aus fahren wir nur 10 Minuten zur nächsten Sehenswürdikeit. Die Bergruine Dunluce Castle thront hoch oben auf einer Klippe. Heutzutage sind nur noch Fragmente der Burg zu erkennen. Ein Teil ist bereits in den Atlantik abgestürzt. Mit etwas Tagträumerei kann man sich aber die einstige Festung vorstellen, um die es viele Kämpfe gab. In der erfolgreichen Serien Game of Thrones ist Dunluce auch zu sehen, als Burg Peik. Der ein oder andere wird noch mehr Drehorte entlang der Causeway Coast entdecken, wie den Mussenden Temple oder die Dark Hedges. Nach dem Schwelgen in mittelalterlichen Zeiten geht es zum Whisky Tasting.

Dunluce Castle_Nordirland
Foto: Jake Terry

Bushmills Whiskybrennerei 

Wenige Kilometer von dem Dunluce Castle entfernt, befindet sich die Old Bushmills Distillery, welche die älteste, lizenzierte Whiskybrennerei der Welt ist. Es werden Besichtigungen angeboten, bei der man einen Einblick in die Kunst des Brennens bekommt. Im Anschluss wird der Whisky zum Tasting angeboten. Da haben wir auch nicht nein gesagt und uns vom leckeren Geschmack der Spirituose überzeugen lassen. Der Hunger hat sich nach dem Alkohol in unserem Körper breit gemacht und es geht nach Portrush. 

Bushmills_Top 10_Nordirland

Portrush 

Die kleine Küstenstadt zählt 6.000 Einwohnende und liegt auf einer kleinen Nase, die sich in das Meer streckt. Wir fahren mit dem Camper direkt in den Stadtkern und wir finden problemlos einen Parkplatz. Es gibt einen kleinen Hafen und in dessen Umkreis liegen viele Restaurants. Das Harbour Restaurant scheint für uns das richtige zu sein, denn es gibt Fleisch, Fisch und auch vegetarische Gerichte. In gemütlicher Atmosphäre, mit Guiness in der Hand, lassen wir die letzen Tage Revue passieren. Nach einem Verdauungsspaziergang steigen wir in unser Wohnmobil und fahren zum Maddybenny Campingplatz, der etwas außerhalb von Portush liegt. Obwohl wir erst um 10 Uhr Abends ankommen, werden wir sehr freundlich empfangen und können noch einchecken. Unser Parkplatz hat Strom und es gibt geräumige Duschen mit warmen Wasser. Am Morgen werden wir von dem Schrei eines Pfaus geweckt, der elegant über den Campingplatz schreitet. In gefiederter Gesellschaft trinken wir einen Kaffee, bevor wir wieder nach Portrush fahren. 

Causeway Coastal Route_White Rocks Surf
Foto: Jake Terry

Heute steht Surfen auf dem Plan und da wir keine Boards dabei haben, geht es zum Troggs Surfshop. In der gleichnamigen Surfschule gibt es Kurs von Shopbesitzer und siebenmaligen nationalen Surfchampion Andy Hall. Wir treffen ihr leider nicht persönlich, da er gerade auf einem Surftrip ist. Mit einer Surfboard ausgestattet, fahren wir zum Whiterock Beach, wenige Minuten von Portrush entfernt. Wie der Name bereits vielleicht verraten mag, säumen helle Klippen den breiten Sandstrand. Mit einem 5 mm Neopren stürzen wir uns in die brusthohen Wellen. Die Locals sind sehr freundlich und wir kommen sogar mit einigen ins Gespräch. Die Wellenausbeute ist gut und zufrieden ziehen wir uns im Camper um. Der nächste Halt ist der Mussenden Temple.

Castlerock Beach mit dem Mussenden Temple 

In der Nähe der Stadt Castlerock in der Grafschaft Londonderry befindet sich der Mussenden-Tempel, der eine besondere Stimmung birgt. Das kleine kreisrunde Gebäude steht unmittelbar an der Abbruchkante an einer Klippe. Ursprünglich wurde dieser Tempel nach dem Vorbild des Tempels der Vesta in Rom erbaut und diente als Bibliothek sowie als Gedenken an Frideswide Mussenden. Heute kann das mystische Gebäude für Trauungen gemietet werden und es wurde als Drehort für Game of Thrones genutzt. Mittlerweile nähern wir uns dem Ende der Causeway Coastal Route, dessen Schönheit uns mehrmals ins Staunen versetzt hat. 

Foto: Samuel Steele via Unsplash, Mussenden Tempel

Benone Strand

Der vorletzte Besuch ist der Benone Beach, ein endlos lang erscheinender Sandstrand. Wir parken unmittelbar an der Wasserkante, denn es ist hier erlaub sich direkt auf den Strand zu stellen. Benone wird aus einer Kulisse von Bergen und Klippen umsäumt und lädt zum Baden und entspannen ein. Wir genießen die Friedseligkeit des Strands und fahren am nächsten Tag zu unserem letzten Halt. 

Foto: Thom Holmes via Unsplash, Benone Beach

Derry-Londonderry – Unser Ende der Causeway Coastal Route

Nach Belfast ist Londonderry die zweitgrößte Stadt Nordirlands mit 85.000 Einwohnenden. Die Eigentümerin des Campingplatzes hatte uns gesagt, wir sollen unbedingt zu einer Führung entlang der Stadtmauer gehen. Die Mauer wurde vor über 400 Jahren errichtet und die reiche Geschichte kann man förmlich spüren. Wir erfahren einiges über die Stadtgeschichte und blicken auf die berühmten Wandmalereien. Wir schlendern durch die Straßen und saugen die Gemütlichkeit der Pubs auf, aus denen irische Musik hallt. Doch die Stadt hängt nicht in der Vergangenheit fest, sondern modernisiert sich Jahr für Jahr. Es gibt eine moderne Gastrokultur, viele Aktivitäten rund um die Innenstadt sowie alte Gebäude, die für neuen Nutzen wiederbelebt werden. Die Stadt ist zudem der Treffpunkt der zwei Küstenstraße, der Causeway Coastal Route und des Wild Atlantic Ways. 

Foto: Mitch Hodge via Unsplash, Londonderry-Derry

Unsere Reise über die Causeway Coastal Route ist zu Ende. Wir sind 200 Kilometer gefahren auf der spektakulären Route mit unendlicher Schönheit. Die Natur hat uns begeistert, die unglaubliche Warmherzigkeit der Nordiren uns ein heimisches Gefühl gegeben und die vielen Relikte der Geschichte in Gedanken schwelgen lassen. Überzeugt euch selbst von den vielen Highlights der Küstenstraße, die wir nun mit einem Rucksack voller wunderbarer Momente verlassen. 

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