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Sven Gelhaus

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100.000 Höhenmeter in 14 Tagen: Extrem-Radsportler Sven Gelhaus meistert seine „ODYSSEY“ am Großglockner

„ODYSSEY – 100.000 hm am Glockner“

Foto: Victoria Dauter 

100.000 Höhenmeter innerhalb von nur zwei Wochen, eine Zahl, die selbst erfahrene Radsportler staunen lässt. Genau dieses Ziel hat der Berliner Ultra-Ausdauersportler Sven Gelhaus nun erreicht. Mit seiner „ODYSSEY – 100.000 hm am Glockner“ absolvierte der 48-Jährige eine außergewöhnliche Herausforderung auf den Straßen rund um den Großglockner und setzte damit den erfolgreichen Auftakt einer mehrjährigen Projektserie.

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Ein Ziel, das aus einem Rückschlag entstand

Für Sven Gelhaus sind extreme Ausdauerprojekte längst zur Leidenschaft geworden. Bereits 2024 überquerte er innerhalb von 20 Tagen insgesamt 62 Alpenpässe oberhalb der 2.000-Meter-Marke. Damals kamen 3.808 Kilometer und mehr als 82.000 Höhenmeter zusammen.

Im vergangenen Jahr nahm er erstmals die magische Marke von 100.000 Höhenmetern ins Visier. Das ambitionierte Vorhaben endete jedoch früher als geplant: Nach 4.086 Kilometern und 92.808 Höhenmetern zwangen mehrere Schlechtwetterphasen den Berliner zum Abbruch.

Statt das Projekt aufzugeben, machte Gelhaus daraus den Start einer langfristigen Mission. Unter dem Namen „ODYSSEY“ sollen in den kommenden Jahren weitere außergewöhnliche Herausforderungen folgen. Das erste Kapitel führte ihn bewusst in die Region BRUCK FUSCH | GROSSGLOCKNER.

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14 Tage lang immer wieder hinauf zum Großglockner

Während zwei Wochen im Juli drehte sich für Gelhaus nahezu alles um dieselben legendären Anstiege der Großglockner Hochalpenstraße. Seine Etappen führten täglich von Ferleiten über das Fuscher Törl und das Hochtor bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Teilweise nahm er zusätzlich auch die steile Auffahrt zur Edelweißspitze in Angriff.

Der Tagesablauf war dabei immer ähnlich: Bereits um 6 Uhr morgens begann die erste Auffahrt. Im Durchschnitt sammelte Gelhaus rund 7.143 Höhenmeter pro Tag – und das an 14 aufeinanderfolgenden Tagen.

Nicht nur die körperliche Belastung stellte eine enorme Herausforderung dar. Regen, Wind und wechselnde Wetterbedingungen machten jede einzelne Auffahrt zu einer neuen mentalen Prüfung.

Die eigentliche Herausforderung spielte sich im Kopf ab

100.000 Höhenmeter lassen sich zwar in Zahlen ausdrücken, doch sie erzählen nur einen Teil der Geschichte. Die größte Schwierigkeit bestand darin, dieselben Anstiege Tag für Tag erneut zu bewältigen und sich jeden Morgen aufs Neue zu motivieren.

Gerade diese mentale Komponente macht Ultra-Ausdauerprojekte wie die „ODYSSEY“ so außergewöhnlich. Kontinuität, Disziplin und Durchhaltevermögen entscheiden oft stärker über Erfolg oder Misserfolg als reine Fitness.

Sven Gelhaus

Ein Projekt, das andere mitgerissen hat

Im Laufe der zwei Wochen entwickelte sich die „ODYSSEY“ weit über eine persönliche Herausforderung hinaus. Immer wieder schlossen sich Radfahrerinnen und Radfahrer einzelnen Etappen an, begleiteten Gelhaus bergauf und sammelten gemeinsam mit ihm Höhenmeter.

Für einige Teilnehmer bedeuteten die gemeinsamen Fahrten sogar neue persönliche Bestleistungen. Aus der Solo-Challenge entstand so eine Aktion, die Menschen mit derselben Leidenschaft für das Radfahren zusammenbrachte.

66-mal hinauf zum Hochtor

Wie groß die Leistung tatsächlich war, zeigt ein Blick auf eine einzige Zahl: Den Anstieg von Ferleiten bis zum Hochtorabsolvierte Sven Gelhaus während seines Projekts umgerechnet 66-mal bergauf.

Er nutzte dabei sämtliche Auffahrten zwischen Ferleiten, Fuscher Törl, Hochtor, Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und der Edelweißspitze, um die angestrebten 100.000 Höhenmeter zu erreichen.

Sven Gelhaus Odyssey

Begeisterung auch bei den Projektpartnern

Mit dem erfolgreichen Abschluss der „ODYSSEY – 100.000 hm am Glockner“ rückte Gelhaus gleichzeitig die beeindruckende Berglandschaft rund um den Großglockner ins Rampenlicht. Simone Höller, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes BRUCK FUSCH | GROSSGLOCKNER, würdigte die Leistung:

„100.000 Höhenmeter in nur 14 Tagen verlangen nicht nur enorme körperliche Fitness, sondern vor allem außergewöhnliche mentale Stärke und Durchhaltevermögen. Wir freuen uns sehr, dass Sven unsere Region für dieses einzigartige Projekt gewählt hat.“

Auch der Trinkflaschenhersteller KEEGO unterstützte das Vorhaben. Daniel Gmeiner betonte insbesondere die Konsequenz und mentale Stärke des Ausdauersportlers:
„100.000 Höhenmeter in 14 Tagen sind eine außergewöhnliche Leistung. Svens Fokus und seine Entschlossenheit, jeden Tag weiterzumachen, spiegeln genau das wider, wofür KEEP GOING steht.“

Sven Gelhaus Odyssey

„Wenn es leicht wäre, wäre es kein Ultra“

Für Sven Gelhaus steht hinter der sportlichen Leistung vor allem die Suche nach den eigenen Grenzen.

„Ich begebe mich immer wieder auf die Suche. Nach etwas, von dem ich eigentlich weiß, es nie finden zu können.“

Und weiter: „Es geht darum, Grenzen zu verschieben. Ob das gelingt, zeigt sich erst bei der nächsten Challenge.“ Sein wohl prägnantestes Fazit bringt die Philosophie des Projekts auf den Punkt:
„Wenn es leicht wäre, wäre es kein Ultra.“

Max Barnsteiner, Geschäftsführer Cyclite:

„Sven hat mit seiner unglaublichen Aktion am Glockner eindrucksvoll bewiesen, was es bedeutet, auf dem Rad Grenzen zu überwinden und persönliche Limits zu verschieben. Gerade bei einem Projekt mit unberechenbaren Wetterbedingungen und einem Vorhaben, bei dem jedes Gramm zählt, sind wir unglaublich stolz, Sven mit unseren Produkten ausgestattet und begleitet zu haben.“

Die „ODYSSEY“ in Zahlen

  • Projekt: ODYSSEY – 100.000 hm am Glockner
  • Zeitraum: 14 Tage
  • Gesammelte Höhenmeter: 100.000 hm
  • Durchschnitt pro Tag: 7.143 Höhenmeter
  • Startzeit: täglich 6 Uhr in Ferleiten
  • Strecken: Ferleiten – Fuscher Törl – Hochtor – Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sowie teilweise Edelweißspitze
  • Besonderheit: Der Anstieg von Ferleiten bis zum Hochtor wurde umgerechnet 66-mal bewältigt.

Mit seiner erfolgreichen Premiere hat Sven Gelhaus den Grundstein für seine mehrjährige „ODYSSEY“-Serie gelegt. Nach dem verpassten Ziel im Vorjahr gelang ihm nun die Vollendung der 100.000-Höhenmeter-Marke, und gleichzeitig ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel Ausdauer, Disziplin und mentale Stärke im Ultra-Radsport möglich sind.

Sven Gelhaus Odyssey

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