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Langlaufen

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Langlauf Guide – Nordisch oder Skating? Technik, Ausrüstung und richtige Größe erklärt

Langlauf ist eine dieser Wintersportarten, die auf den ersten Blick simpel wirkt und auf den zweiten unglaublich vielseitig ist. Zwei schmale Ski, ein paar Stöcke, eine Loipe durch verschneite Landschaften und schon geht es los. Genau diese Einfachheit macht Langlauf so attraktiv. Gleichzeitig sorgt sie aber auch dafür, dass viele Einsteiger nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Klassisch oder Skating? Welche Ski Länge passt? Und warum fühlen sich manche Langläufer scheinbar mühelos, andere dagegen völlig überfordert?

Wer Langlauf richtig verstehen möchte, muss sich vor allem mit den beiden grundlegenden Techniken beschäftigen. Denn nordischer klassischer Stil und Skating sind nicht nur unterschiedliche Bewegungsformen, sondern fast zwei verschiedene Sportarten.

Dieser Guide erklärt dir verständlich den Unterschied zwischen Nordisch Langlauf und Skating, hilft dir bei der Auswahl der passenden Technik, zeigt dir welche Ausrüstung du brauchst und erklärt die richtigen Größen für Ski, Stöcke und Schuhe inklusive Tabellen.

Langlaufen

Was ist Langlauf überhaupt?

Langlauf ist eine Form des Skifahrens, bei der sich der Sportler aus eigener Kraft auf präparierten Loipen oder im freien Gelände fortbewegt. Anders als beim alpinen Skifahren gibt es keinen Liftbetrieb. Die Fortbewegung erfolgt über Gleit- und Schubbewegungen mit Ski und Stöcken.

Langlauf gilt als besonders gelenkschonend, trainiert nahezu den gesamten Körper und ist sowohl für Einsteiger als auch für ambitionierte Sportler geeignet.

Langlaufen klassisch

Klassischer Langlauf – der ruhige Einstieg in den Wintersport

Der klassische Langlauf ist die ursprüngliche Form des Langlaufens. Die Bewegung ähnelt dem Gehen oder Joggen und fühlt sich für viele sofort vertraut an. Die Ski laufen parallel in einer gespurten Loipe, der Rhythmus ist gleichmäßig und ruhig. Gerade für Einsteiger ist diese Technik oft der natürlichere Einstieg, weil sie weniger koordinativ anspruchsvoll ist.

Beim klassischen Stil geht es nicht darum, möglichst schnell unterwegs zu sein. Vielmehr steht das gleichmäßige Gleiten im Vordergrund. Man kommt schnell in einen Flow, kann die Umgebung genießen und über längere Zeit entspannt unterwegs sein. Genau deshalb ist klassischer Langlauf auch bei Genussläufern, Winterwanderern und all jenen beliebt, die den Wintersport eher als Ausgleich denn als Training sehen.

Ein weiterer Vorteil des klassischen Langlaufs ist seine Zugänglichkeit. Die Technik lässt sich relativ schnell erlernen und verzeiht kleine Fehler. Wer neu einsteigt, hat hier schneller Erfolgserlebnisse und bleibt motiviert.

Langlaufen klassisch

Skating Langlauf – dynamisch, sportlich und kraftvoll

Ganz anders fühlt sich Skating an. Hier ist die Bewegung vom Schlittschuhlaufen inspiriert. Die Ski werden V förmig nach außen gesetzt, der Vortrieb entsteht durch kraftvolle seitliche Abstöße und einen aktiven Stockeinsatz. Skating ist deutlich dynamischer, schneller und körperlich fordernder.

Viele empfinden Skating als moderner und sportlicher. Es fordert Koordination, Kraft und Ausdauer gleichermaßen und eignet sich besonders für alle, die Langlauf als intensives Training nutzen wollen. Allerdings braucht es etwas Geduld, bis sich die Technik flüssig anfühlt. Gerade am Anfang kann Skating frustrierend sein, wenn Timing und Kraft noch nicht zusammenspielen.

Dafür belohnt Skating mit einem sehr effizienten Bewegungsablauf. Wer die Technik beherrscht, kommt schnell voran und erlebt Langlauf als kraftvolles Ganzkörpertraining.

Langlaufen skaten

Nordisch Klassisch vs. Skating – welche Technik passt zu dir?

Die Entscheidung zwischen klassisch und Skating hängt weniger von Trends als von deinem persönlichen Ziel ab. Wenn du entspannte Touren suchst, gerne draußen bist und dich langsam steigern möchtest, ist klassischer Langlauf die bessere Wahl. Wenn du dagegen Tempo liebst, sportlich unterwegs bist und gezielt trainieren möchtest, wirst du im Skating deutlich mehr Erfüllung finden.

Viele Langläufer bleiben übrigens nicht bei einer Technik. Mit wachsender Erfahrung entdecken viele beide Stile für sich und wechseln je nach Lust, Kondition und Bedingungen.

Langlauf
Foto: Aaron Doucett / Unsplash

Klassischer Langlauf (Nordisch)

Der klassische Stil ist die ursprüngliche Form des Langlaufs. Die Bewegung ähnelt dem Gehen oder Joggen, nur auf Ski. Man bewegt sich in einer gespurten Loipe mit parallelen Skiern.

Typische Merkmale

  • Ski laufen parallel in der Spur

  • Abstoß erfolgt über die sogenannte Steigzone

  • Bewegung wirkt ruhig und gleichmäßig

  • Ideal für Einsteiger und Genießer

Vorteile

  • leichter zu erlernen

  • weniger kraftintensiv

  • perfekt für Naturerlebnis und längere Touren

  • sehr gelenkschonend

Nachteile

  • geringere Geschwindigkeit

  • weniger dynamisch als Skating

Langlauf Skating
Foto: Aaron Doucett / Unsplash

Skating Langlauf

Der Skating Stil orientiert sich an der Bewegung des Schlittschuhlaufens. Die Ski werden V-förmig nach außen gesetzt, der Vortrieb entsteht durch kraftvolle seitliche Abstöße.

Typische Merkmale

  • freie Loipe ohne Spur nötig

  • dynamische seitliche Bewegung

  • höheres Tempo

  • technisch anspruchsvoller

Vorteile

  • schneller und sportlicher

  • sehr effektives Ganzkörpertraining

  • beliebt bei ambitionierten Sportlern

Nachteile

  • höhere Technik- und Kraftanforderung

  • weniger geeignet für schmale oder volle Loipen

Langlaufen

Die richtige Langlaufski Länge – warum sie so entscheidend ist

Einer der häufigsten Fehler beim Langlauf ist die falsche Ski Länge. Zu kurze oder zu lange Ski nehmen dir den Spaß, weil sie entweder nicht richtig gleiten oder sich schwer kontrollieren lassen.

Klassische Langlauf Ski sind bewusst länger gebaut. Sie sorgen für ruhiges Gleiten und Stabilität. Als grobe Orientierung gilt Körpergröße plus etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimeter. Wichtig ist hier zusätzlich das Körpergewicht, da die sogenannte Steigzone nur dann richtig funktioniert, wenn der Ski zur Person passt.

Skating Ski sind kürzer und härter. Sie reagieren direkter und lassen sich leichter von Kante zu Kante bewegen. Hier reicht meist Körpergröße plus fünf bis zehn Zentimeter.

Langlaufen

Übersicht Ski Länge

Länge der Ski für klassischen Langlauf

Für klassische Langlaufski als grobe Faustformel:
Körpergröße + 20 – 30 cm = Ski-Länge
Das bedeutet: Klassische Ski sind deutlich länger, weil sie Stabilität, Gleitfläche und eine funktionierende Steigzone bieten müssen. Wie viel du genau dazuzählst (20, 25 oder 30 cm) hängt von deinem Erfahrungslevel ab: Einsteiger können eher am unteren Ende starten, Fortgeschrittene eher am oberen.

Körpergröße 170 cm entspricht etwa 195 cm Ski Länge
Körpergröße 180 cm entspricht etwa 200 bis 205 cm Ski Länge

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Zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026 um 14:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Länge der Ski für Skating Langlauf

Für Skating-Ski lautet die Faustformel ungefähr:
Körpergröße + 10 – 15 cm = Ski-Länge
Skating-Ski sind kürzer, weil der dynamische seitliche Schlittschuh-artigen Stil einen direkteren, sportlicheren Bewegungsablauf erfordert. Für absolute Neulinge im Skating kann man auch etwas kürzer (z. B. +8 cm) starten.

Körpergröße 170 cm entspricht etwa 175 bis 180 cm Ski Länge
Körpergröße 180 cm entspricht etwa 185 bis 190 cm Ski Länge

Diese Werte sind Richtlinien. Eine professionelle Beratung im Fachgeschäft ist gerade für Einsteiger sehr empfehlenswert.

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Langlaufski

Langlaufstöcke und Langlaufschuhe – oft unterschätzt, aber extrem wichtig

Auch bei Stöcken gibt es klare Unterschiede. Klassische Langlauf Stöcke sind kürzer und unterstützen vor allem den Rhythmus. Skating Stöcke sind deutlich länger, da sie einen großen Teil des Vortriebs übernehmen. Klassische Stöcke sollten ca. 85% der Körpergröße haben, Skating-Stöcke ca. 90% der Körpergröße, was den gängigen Empfehlungen entspricht und zur Technik passt.​

Körpergröße Stocklänge Skating
160 cm 145 cm
170 cm 155 cm
180 cm 165 cm
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Langlauf Stöcke

Bei den Schuhen zeigt sich der Unterschied noch deutlicher. Klassische Langlaufschuhe sind weicher, bieten mehr Bewegungsfreiheit und fühlen sich fast wie Wanderschuhe an. Skating Schuhe sind steif, stabilisieren den Knöchel und sorgen für maximale Kraftübertragung.

Ein gut sitzender Schuh ist beim Langlauf wichtiger als jedes High End Material. Er sollte eng anliegen, ohne zu drücken, und ausreichend warm sein. Kalte Füße ruinieren jede Tour.

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LanglaufenLoipen und Bedingungen richtig einschätzen

Nicht jede Loipe eignet sich für jede Technik. Klassischer Langlauf braucht gespurte Loipen, Skating hingegen breite, gut präparierte Flächen. Viele Gebiete bieten heute Kombiloipen, dennoch lohnt sich immer ein Blick auf den Loipenplan.

Auch die Tageszeit spielt eine Rolle. Morgens sind Loipen oft schneller und härter, nachmittags weicher und langsamer. Gerade Einsteiger fühlen sich auf etwas weicheren Loipen meist wohler.

Langlaufen

Langlauf als langfristige Wintersportart

Langlauf ist kein Sport, den man einmal ausprobiert und dann abhakt. Mit zunehmender Erfahrung wächst das Verständnis für Technik, Material und eigene Bewegung. Genau das macht ihn so spannend. Egal ob klassisch oder Skating, ob gemütlich oder ambitioniert, Langlauf passt sich deinem Tempo an.

Wer bereit ist, sich mit Technik und Ausrüstung auseinanderzusetzen, wird mit einer Wintersportart belohnt, die sowohl körperlich als auch mental unglaublich viel zurückgibt.

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