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Surf Basics | Mit diesem Guide findest du den passenden Wetsuit

Der Wetsuit verlängert an vielen Surfspots weltweit deine Session im Wasser enorm. Hier bekommst du alle Infos zu den verschiedenen Neoprenanzügen

Neoprenanzüge sind Fluch und Segen zugleich für Surfer. Es erfordert immer Aufwand, ihn an- und wieder auszuziehen, ihn auszuwaschen und zum Trocknen zu hängen. Versäumt man dies, stinkt er (besonders im Bulli) innerhalb kürzester Zeit. Doch in vielen Ländern Europas kann man die meiste Zeit gut einen Wetsuit gebrauchen, denn die Wassertemperaturen im Atlantik lassen eigentlich nur im Hochsommer Boardshorts zu.

Grundlegende Prinzipien

Die Aufgabe des Wetsuits ist nicht, dich trocken zu halten, sondern vielmehr warm. Das passiert dadurch, das der Anzug eine ganz dünne Wasserschicht zwischen Haut und Anzug bildet, die dann durch die Körpertemperatur aufgewärmt wird. Je besser der Anzug passt, desto besser erledigt er natürlich auch seinen Job. Ein hochwertiger Neoprenanzug, der nicht richtig passt, wird daher nicht so gut funktionieren wie ein günstiger, der dafür sehr gut passt. Die verschiedenen Brands unterscheiden sich in ihren Größen teils erheblich, sodass es ratsam ist, den Wetsuit immer anzuprobieren, bevor man ihn kauft.

Dickere Wetsuits bedeuten mehr Wärme, allerdings man wird durch das zusätzliche Material auch die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, auch wenn das Neopren heutzutage viel dehnbarer ist und auch dünnere Wetsuits wärmer halten als noch vor ein paar Jahren. Die Dicke wird in Millimetern angegeben und meistens haben die Wetsuits zwei bis drei unterschiedliche Panels mit unterschiedlichen Dicken. Das wird dann wie folgt ausgedrückt: 5/4 oder 4/3 zum Beispiel. Die dickste Stelle des Anzugs deckt den Bauchbereich ab, die dünneren Stellen die Beine und Arme, dort, wo zusätzliche Bewegungsfreiheit benötigt wird.

Der Wetsuit für den Winter

Der Standard-Wetsuit für den Winter ist ein 5/4er oder 5/4/3er. Die Surfer der Nordsee tragen im Winter schon auch mal einen 6/5/4 mm dicken Wetsuit. Für extrem kalte Wassertemperaturen um die 6 Grad Celsius gibt es auch noch Neoprenanzüge mit 7 mm Dicke, doch die schränken die Bewegungsfreiheit extrem ein. Ein 4/3er Anzug ist für den Frühling und späten Herbst sehr gut geeignet, auch in Portugal, Frankreich oder Marokko.

Es gibt auch Winter-Neopreananzüge, die mit integrierter Kapuze erhältlich sind

Der Wetsuit für den Sommer

Sich das erste Mal nach dem Winter einen 3/2er Neoprenanzug anzuziehen, ist ein Gefühl der Freiheit. Im Wetsuit zu warm, ist fast genauso schlimm wie zu kalt, daher ergibt es durchaus Sinn, einen Sommer-Wetsuit zu kaufen.

Der Shorty

Es gibt auch Sommer-Wetsuits mit kurzen Armen, kurzen Beinen oder beidem. Diese sind – um die Leute schön zu verwirren – als Spring Suits bekannt. Diese Anzüge sind meist 2/1 oder 2/2 Millimeter dick. Es gibt auch weitere Variationen wie zum Beispiel Long Johns und Short Johns. Diese haben keine Arme und lange oder kurze Beine. Für Frauen gibt es einen Anzug, der die Lücke zwischen Neoprenanzug und Badeanzug schließt. Dieser ist meist 1 mm dick.

Der Hurley Fusion 2mm Long Sleeve Shorty Wetsuit – Foto: Hurley
Der Rip Curl G-Bomb high-cut Wetsuit – Foto: Rip Curl

Hier findest du einen detaillierten Guide für den Einsatzbereich der einzelnen Wetsuits.

Extras

Wenn du in der Nordsee surfst, wirst du definitiv Neoprenschuhe, eine Haube und sogar Handschuhe brauchen. Viele Winter-Wetsuits verfügen bereits über eine integrierte Haube, die man auch abnehmen kann.

Technologie

In den letzten 10 Jahren wurde der traditionelle vertikale Backzip vom horizontalen Frontzip abgelöst. Dieser ist einfacher zu handhaben, lässt weniger Wasser ins Innere und passt im Normalfall auch besser. Bei manchen neuen Wetsuits verzichten die Hersteller sogar ganz auf den Reißverschluss. Weitere Faktoren sind die Qualität des Neoprens und die Art, wie die einzelnen Neoprenteile eines Anzugs miteinander verbunden sind. Die Teile können einfach zusammengenäht sein, genäht und geklebt oder versiegelt sein. Auch das Innenleben spielt eine Rolle. Viele sehr gute Wetsuits werden zumindest stellenweise mit dem sogenannten Thermal Lining ausgestattet, das zusätzlich warmhält und auch schneller trocknet.

Das Innenleben eines C-Skins Wetsuit. Die hellblauen Regionen sind das Thermal Lining

Eco-friendly Wetsuits?

Neopren, das Material, aus dem Wetsuits hergestellt werden, wird normalerweise aus Erdöl in einem aufwändigen und energieintensiven Prozess gefertigt. Die Wetsuit Brands sind daher stetig auf der Suche nach umweltfreundlicheren Materialien und Patagonia ist dabei Spitzenreiter. Sie verwenden bereits Yulex, eine Mischung aus Neopren und natürlichem Gummi im Verhältnis von 40:60.

Der Patagonia Men’s R3 Yulex/Nexkin Front-Zip Full Suit, besteht zu 60% aus natürlichem Material – Foto: Patagonia
 Text: Neil Tyldesley

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