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Kevin Langeree Up The Coast

Kitesurf

Im Interview mit Kitesurf-Legende Kevin Langeree über seinen Film: Up The Coast

„Das Gefühl von Freiheit, und dass man fliegen kann“

Fotos: Andy Troy / dwer.com Photography

Kevin Langeree gehört zu den prägendsten Figuren des modernen Kitesurfens. Zwei Weltmeistertitel, dreimal „King of the Air“, und dennoch ist es nicht der Wettkampf, der ihn antreibt, sondern die Suche nach Freiheit. In seinem Film Up the Coast, der auf der International Ocean Film Tour Vol. 12, läuft zieht es ihn und seine Crew hinaus aus der Komfortzone rund um Kapstadt, hinein ins Unbekannte entlang der südafrikanischen Küste. Wir haben mit ihm über Abenteuerlust, Kontrollverlust und die Magie des Windes gesprochen.

Wie bist du zum Kitesurfen gekommen?

Kevin Langeree: Ich habe mit sieben angefangen, am Strand Drachen steigen zu lassen, und mit neun bin ich gesurft. Als ich dann im Jahr 2000 zum ersten Mal Kitesurfen gesehen habe, war ich sofort fasziniert, die Kombi meiner beiden Lieblingssportarten. Ich musste das ausprobieren. Ich hatte das Glück, nah am Meer zu leben und die richtigen Leute zu treffen. Mit 12 hatte ich mein erstes Equipment und war danach jeden Tag nach der Schule am Strand.

Was war dein bester Moment im Kitesurfen?

Das Gefühl von Freiheit, und dass man fliegen kann. Als Kind habe ich davon geträumt zu fliegen, und Kitesurfen macht genau das möglich. Auch nach 26 Jahren gibt mir das immer noch unglaublich viel.

Und deine beste Kitesurf-Reise?

Ich habe viele Trips gemacht, aber einer der letzten, entlang der südafrikanischen Küste mit dem Reedin-Team, war etwas ganz Besonderes. Genau daraus ist auch unser Film Up the Coast entstanden.

Was war dein größter Erfolg?

Zwei Weltmeistertitel und drei Siege beim King of the Air, das sind definitiv meine größten sportlichen Erfolge.

Gab es auch schwierige Momente?

Ja, Verletzungen z.B. Als Profi weiß man, dass so etwas passieren kann, aber wenn es passiert, ist es körperlich und mental hart. Gleichzeitig lernt man viel daraus und kommt stärker zurück.

Kevin Langeree Up The Coast

Foto: Andy Troy

Wie entstand die Idee zu eurem Film: Up The Coast?

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Ich will an Orte, an denen ich noch nie war. Kapstadt ist perfekt zum Kiten, aber wir bleiben dort meistens in derselben Gegend. Dabei ist Südafrika so viel größer, also wollten wir mehr davon sehen.

War die Reise lange geplant oder eher spontan?

Wir haben sie ein paar Monate im Voraus geplant, aber beim Kitesurfen kann man nie strikt planen. Der Wind entscheidet. Das ist auch das, was ich daran liebe, mit Tools wie Google Maps und Windkarten kannst du oft erst kurzfristig entscheiden, wohin du gehst. Es fühlt sich wie eine echte Mission an.
Wie habt ihr eure Crew zusammengestellt?

Wir wollten die besten Rider aus unserem Team dabeihaben. Aber wegen des begrenzten Platzes konnten wir nicht alle mitnehmen.

Kevin Langeree Up The Coast
Foto: Andy Troy

Wie bereitet man sich auf so einen Trip vor?

Ich mache vorher viel Recherche, meistens über Google Maps. Ich suche nach spannenden Küstenabschnitten, Flussmündungen oder abgelegenen Buchten. Und natürlich brauchst du das richtige Equipment: verschiedene Kites, Boards, Foils, Campingausrüstung. Wir hatten sogar einen extra Pickup nur für die ganze Gear. Und dann kommt noch das komplette Filmequipment dazu.

Up The Coast
Foto: Andy Troy

Warum Südafrika?

Für mich ist es einer der schönsten Orte der Welt. Die Kombination aus Landschaft, Kultur und vor allem den Kitesurf-Bedingungen ist einzigartig. Konstanter Wind und gute Wellen, genau das, was wir suchen.

Warum speziell die Wild Coast?

Weil wir dort noch nie waren. Wir wollten einfach einen neuen Teil des Landes entdecken, und es hat sich definitiv gelohnt.

International Ocean Film Tour Volume 12

Foto: Andy Troy

Gab es Momente, in denen du dachtest: Das wird verrückt?

Ehrlich gesagt war ich nicht begeistert davon, eine Woche im Zelt zu schlafen. Aber nach der ersten Nacht habe ich es wirklich genossen. Es hat uns eine unglaubliche Freiheit gegeben.

Welche Herausforderungen gab es beim Filmen?

Vor allem Strom war ein Problem. Wir waren oft so weit weg von der Zivilisation, dass es schwierig war, die Batterien zu laden. Das war für das Kamerateam eine echte Herausforderung.

Was macht für dich den perfekten Kitesurf-Trip aus?

Die richtigen Leute sind entscheidend. Dann brauchst du einen guten Spot mit hoher Wahrscheinlichkeit für Wind und Wellen. Wenn diese Faktoren stimmen, hast du gute Chancen auf einen perfekten Trip.

Welche Rolle spielt Kreativität im Kitesurfen?

Eine riesige. Auf dem Wasser gibt es unendlich viele Tricks und Möglichkeiten, sich auszudrücken. Und auch abseits davon, zum Beispiel bei Projekten oder Trips. Je kreativer du bist, desto mehr kannst du aus dem Sport machen.

Wie hat sich der Sport verändert, seit du angefangen hast?

Das Material ist viel sicherer und einfacher geworden, wodurch mehr Leute Zugang zum Sport haben. Aber das Gefühl, das ich beim Kiten habe, ist genau gleich geblieben.

Kevin Langeree Up The Coast
Foto: Andy Troy

Gibt es noch einen Traumtrip?

Ja, ich würde sehr gerne nach Fidschi reisen und am Cloudbreak kitesurfen.

Was bedeutet Kitesurfen für dich?

Eigentlich alles. Ich habe mein Leben darum aufgebaut und verdiene damit meinen Lebensunterhalt.

Warum kitest du es immer noch?

Weil es mir immer noch unglaublich viel Freude bringt. Ich hoffe, ich kann das bis ins hohe Alter machen.

Was kommt als Nächstes?

Es sind viele neue Projekte in Planung. Im Moment konzentriere ich mich darauf, mein Business weiter auszubauen und möglichst viele Menschen aufs Wasser zu bringen.

Kevin Langeree Up The Coast

Den ganzen Film von Kevin Langeree könnt ihr auf der Ocean Film Tour Vol. 12 2026 sehen!


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