Flatland BMX gehört zu den ursprünglichsten Disziplinen des BMX-Sports. Auf einer glatten Fläche kombinieren Rider komplexe Tricks und Drehungen zu einer fließenden Performance, fast wie Breakdance auf zwei Rädern. Doch obwohl der Sport eine lange Geschichte hat, steckt er aktuell in einer schwierigen Phase. Nachwuchs ist rar, die Szene bleibt klein und im olympischen Programm ist Flatland BMX bisher nicht vertreten.
Umso wichtiger sind Rider wie Omari Hashim Cato. Der 33-jährige Flatland-Pro aus Houston verbindet Weltklasse-Skills mit Nachwuchsarbeit und Workshops für Kinder und Jugendliche. In der Dokumentation Mr. Cato, die bei der Bike Film Tour gezeigt wird, begleitet die Kamera ihn nicht nur beim Riding, sondern auch bei seinem Engagement für die nächste Generation.
Bei der Premiere der Bike Film Tour in München haben wir Omari Cato getroffen und mit ihm über seinen Film, die Zukunft von Flatland BMX und den Balanceakt zwischen Freestyle-Kultur und Nachwuchsförderung gesprochen.

Omari, stell dich kurz vor.
Mein Name ist Omari Hashim Cato, ich bin 33 Jahre alt und komme aus Houston, Texas. Ich war sieben Jahre lang Lehrer und habe Englisch und Sozialkunde von der dritten bis zur achten Klasse unterrichtet.
Im Film sieht man, dass du deinen Schüler:innen auch Flatland BMX näherbringst. Wie kam es dazu?
Schon bevor ich Lehrer wurde, habe ich viel Community-Arbeit gemacht. Zum Beispiel Workshops zu Fahrradsicherheit oder kleine Kurse zur Fahrradmechanik. Zusammen mit einem Community Center habe ich dann ein Programm aufgebaut, in dem Kinder BMX kennenlernen konnten.
Viele der Kids aus dem Film waren tatsächlich auch meine Schüler in der Schule. Manche hatten im Klassenzimmer vielleicht nicht so viel Interesse, aber auf dem Bike haben sie plötzlich eine ganz andere Motivation entwickelt.
Wie bist du selbst zum Flatland BMX gekommen?
Ich hatte schon immer ein BMX. Eines Tages habe ich jemanden gesehen, der Tricks auf der Kurbel gemacht hat. Das hat mich neugierig gemacht. Später bin ich auf YouTube über Flatland-Videos gestolpert und habe ein internationales Forum namens Global Flat gefunden. Dort habe ich zum ersten Mal gesehen, wie groß diese Szene weltweit ist.


