Was hat euch auf diesem Abenteuer überrascht?
Die McLean-Brüder: Es gab ständig diese kleinen Seevögeln, die uns über tausende Meilen begleiteten: Sie tauchten oft auf, wenn ein Sturm kam, winzig, weit weg von Land, und sie „laufen“ in kurzen Schritten über die Wasseroberfläche.
Mindestens ebenso überraschend war für uns das Ergebnis der körperlichen Tests: Wir haben DEXA-Scans vor und nach der Reise gemacht. Wir haben Fett verloren und Muskeln aufgebaut. Niemand war verletzt. Das widerspricht vielen Erfahrungen aus Atlantiküberquerungen, bei denen Teams häufig deutlich an Gewicht verlieren.
Habt ihr sehr proteinreich gegessen?
Die McLean-Brüder: Unsere Mahlzeiten waren überwiegend Currys und Eintöpfe. Alles selbstgekocht und gefriergetrocknet: Lamm, Huhn, aber auch vegetarisch. Auf See ist das anders als an Land: Du hast kaum echte Erholungsphasen. Du tankst und verbrennst. Zu viel Protein bringt nichts, wichtiger sind Kalorien. Wir haben viel Nüsse und Erdnussbutter gegessen. Wenn wir härter und länger rudern mussten, kam automatisch mehr Hunger.

Wie fühlt sich Ankommen an?
Die McLean-Brüder: Überwältigend. Fast traumartig, als wäre die Welt plötzlich lauter, intensiver. Du stellst dir diesen Moment so lange vor. Gleichzeitig ist da dieser Widerspruch: Du willst ankommen, aber du weißt: Sobald du von Bord gehst, ist es vorbei. Ein Teil von dir vermisst die Reise sofort.
Was ist eure größte Stärke?
Die McLean-Brüder: Wir sind nicht genial. Wir sind eher chaotisch. Aber wir umgeben uns mit Menschen, die richtig gut sind. Wir sind durchschnittliche Puppen, mit sehr guten Puppenspielern (lacht).
Was ist euer wichtigster Rat für so große Projekte?
Die McLean-Brüder: Habt keine Angst, überhaupt anzufangen. Und teilt das Große in kleine Teile. Außerdem braucht ihr ein Team, das zusammenpasst. Und ein ehrliches „Warum“! Dass wir nicht nur für einen Rekord gerudert sind, sondern vor allem für Spenden, hat den Unterschied gemacht.
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