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Micro_Camper
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Vanlife

Ein Einblick in den wohl kleinsten Camper

Neele nimmt uns mit in ihren Micro Camper

FOTO: INGA KAMPHAUSEN

Manchmal braucht es nicht mehr als einen Ford Fiesta, etwas Holz und eine Vision, um das Freiheitsgefühl des Campens zu erreichen. Das dachte sich auch Neele und baute sich einen Mini Camper aus ihrem Auto. Neben den geringeren Kosten im Vergleich zu einem Van oder Wohnmobil bietet ein Micro Camper einige Vorteile. In einer Großstadt lässt sich das Auto bequem ohne viel Stress parken und man bleibt relativ unauffällig. Auch der Stauraum ist begrenzt, so besteht nicht die Gefahr viel zu viele Sachen mitzunehmen, die am Ende sowieso überflüssig sind.

Klassisch werden die Modelle VW Caddy, Citroën Berlingo oder Renault Kangoo zu Mini Campern umgebaut, da sie durch Hochdächer etwas mehr Platz bieten für einen kleinen Ausbau. Doch wie uns von Neele gezeigt wird, reicht manchmal auch ein kleines Auto, um den Traum zu verwirklichen.

Mini_Camper_Neele
Foto: Inga Kamphausen
Mini_Camper
Foto: Inga Kamphausen

Was hat dich dazu beweg, dein Auto in einen Mini Camper umzuwandeln?

Eine Flasche Wein, meine Mitbewohnerin und die Frage, wo ich denn schlafe, wenn ich am Wakepark arbeite.

Hattest du einen bestimmten Ausbau als Inspiration?

Ich habe ein bisschen bei Pinterest geschaut, was es da so gibt, aber richtige Schablonen oder eine Anleitung hatte ich nicht. Wichtig war mir nur, dass ich die Holzkonstruktion easy wieder herausnehmen kann. Ich habe nichts fest im Boden verschraubt oder so, weil jetzt in der Wintersaison ist es natürlich wichtig, dass ich Freunde und Skizeug einladen und gute Zeiten am Berg verbringen kann. Zum Schlafen im Fiesta wäre es grade eh viel zu kalt.

Wie lange hat der Ausbau gedauert und magst du uns verraten wie viel es gekostet hat?

Gar nicht so lange. An einem Tag habe ich vielleicht so 2 h lang alles bemessen und geplant (was natürlich am Ende nicht so ganz hingehauen hat, was ja klar war haha). Dann war ich an einem anderen Tag Holz und Farbe kaufen, danach habe ich glaube ich auf 2 Tage aufgeteilt und innerhalb von ein paar Stunden alles zusammengezimmert und angepinselt. Da wo ich wohne, haben wir viel Platz zum Werkeln. Das war perfekt!

Gekostet hat der Bums insgesamt ca. 120 €. Alles, was ich noch Zuhause hatte und nehmen konnte habe ich benutzt, wie zum Beispiel alte Gardinen, die sonst eh keine Verwendung hatten sowie Filz von meiner Mitbewohnerin, das sie noch von ihrem Ausbau über hatte.

Der Platz sieht schon recht klein aus: Hast du Stauraum? Und kannst du ausgestreckt schlafen?

Klar, in einem Ford Fiesta ist nicht gerade viel Platz, aber dadurch, dass ich mir eine Ebene eingebaut habe, habe ich darunter eine Menge Platz für Kisten mit Klamotten, Essen und Küchenzeugs. Für mich reicht der Platz für mein Hab und Gut vollkommen aus und die Surfbretter gehen aufs Dach.

Natürlich ist mein Mini Camper kein Camper, in dem man ganze Regentage verbringen will, aber die Liegefläche reicht sogar grade so, dass ich ausgestreckt schlafen kann.

Mini_Camper
Foto: Inga Kamphausen
Mini_Camper_Neele
Foto: Inga Kamphausen
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Foto: Inga Kamphausen

Hast du auch eine Küche in deinem mini Wohnmobil?

Zum Kochen habe ich mir einen kleinen Mini-Tisch gebaut, der zwar nicht super stabil ist (das ist auch ein bisschen meine Schwäche, alles stabil hinzubekommen, aber das Bett hält). Zum Kochen reicht es mir zumindest, da gibts sicher Leute die andere Ansprüche haben. Ich habe dann immer einen kleinen Gaskocher dabei, einen kleinen Topf und natürlich die alte Mocca von meinen Eltern, denn guter Kaffee ist ja wohl essenziell! Generell muss ich sagen, ist mir essen sehr wichtig und meine Essenkiste immer gefüllt. Was ich vielleicht irgendwann nochmal bräuchte, wäre ein Minikühlschrank, aber bis jetzt ging es immer ohne.

Kannst du uns von einem Abenteuer mit deinem Micro-Van berichten?

Mein längstes Abenteuer war natürlich meine Zeit am Wakepark Brombachsee, wofür ich mein Auto auch ausgebaut habe. Dort habe ich für ungefähr 2 Monate an der Wakeboardanlage gearbeitet und in der Zeit in meinem Auto gewohnt. Das war natürlich ein Abenteuer, aber ich war ehrlich gesagt auch echt erstaunt von mir selbst, dass alles so super funktioniert hat und ich auch wirklich gut im Mini Camper schlafen konnte. Das Gelände wo ich gewohnt / gecampt habe ist in der Nähe von Nürnberg, ganz in der Natur,  mit einer alten Scheune, Miniramp und direkt an einem See. Dieser Ort ist für mich ein ganz besonderer Platz geworden, was sicher auch an den tollen Menschen lag, mit denen ich da zusammen gewohnt und gearbeitet habe. Ich werde im Sommer sicher wieder eine Zeit dort mit meinem Mini Camper verbringen.

Man munkel, du hast sogar eine Auszeichnung gewonnen?

Ja genau, am Saisonabschlussevent vom Wakepark habe ich tatsächlich eine Auszeichnung für das kleinste Wohnmobil bekommen.

Steht schon ein nächster Trip mit deinem Micro Van an?

Auf jeden Fall! Ich wohne gerade in Innsbruck und von uns aus sind es circa fünf Stunden nach Levanto in Italien, zum nächsten Surfspot und wenn es bald wieder wärmer wird und der Spot läuft, dann düse ich mit meinem Fiesta da auf jeden Fall mal runter!

Vielen Dank für die Tour durch deinen Micro-Camper! Weitere Inspirationen für den Ausbau für Vans findet ihr hier.

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