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Nirmal Purja

Travel

Lawinenunglück am Broad Peak: Nirmal Purja und gesamtes Expeditionsteam kommen ums Leben

Bergsteiger-Legende Nirmal Purja ist tot.

Ein schweres Lawinenunglück am Broad Peak in Pakistan hat zehn Bergsteiger das Leben gekostet. Unter den Opfern befindet sich auch der international bekannte Extrembergsteiger Nirmal Purja. Nachdem die Expedition mehrere Tage als vermisst galt, bestätigten Rettungskräfte und Purjas Expeditionsunternehmen nun den Tod aller Mitglieder der Gruppe.

Rettungskräfte finden alle zehn Vermissten

Die Lawine ereignete sich während des Gipfelaufstiegs am 8.047 Meter hohen Broad Peak im Karakorum-Gebirge. Die Gruppe war in rund 6.600 Metern Höhe unterwegs, als sie von den Schneemassen erfasst wurde.

In den Tagen nach dem Unglück erschwerten schlechtes Wetter, große Höhen und schwieriges Gelände die Sucharbeiten erheblich. Zeitweise mussten die Rettungseinsätze sogar unterbrochen werden. Schließlich kamen unter anderem Hubschrauber der pakistanischen Armee zum Einsatz.

Zunächst wurden drei Leichname entdeckt, inzwischen konnten alle zehn vermissten Expeditionsteilnehmer geborgen werden.

Internationale Expedition am Broad Peak

Die von Nirmal Purja geleitete Expedition bestand aus insgesamt zehn Personen verschiedener Nationen. Neben Purja gehörten mehrere Bergsteiger aus Nepal sowie Teilnehmer aus Pakistan, China, den USA und Oman zur Gruppe.

Nach Angaben pakistanischer Alpinismus-Experten lassen Daten der GPS-Ortungsgeräte darauf schließen, dass die Lawine die Bergsteiger mehrere hundert Meter den Hang hinabriss. Für die Expedition gab es offenbar keine Überlebenschance.

Elite Expeditions bestätigt den Tod von Nirmal Purja

Purjas Unternehmen Elite Expeditions veröffentlichte wenige Tage nach dem Unglück eine bewegende Erklärung. Darin heißt es, man bestätige den Tod des 43-Jährigen „mit tiefer Trauer und unermesslichem Herzschmerz“.

Auch aus der internationalen Bergsteigerszene folgten zahlreiche Beileidsbekundungen. Nepals Premierminister sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Bergsteigerlegende Reinhold Messner würdigte Purja in den sozialen Medien als außergewöhnlichen Alpinisten, der seinen Weg stets mit großem Mut und Leidenschaft gegangen sei.

 

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Wer war Nirmal Purja?

Nirmal „Nims“ Purja gehörte zu den bekanntesten Höhenbergsteigern der Welt. Der gebürtige Nepalese mit britischer Staatsangehörigkeit wurde durch spektakuläre Expeditionen und außergewöhnliche Rekorde international berühmt.

Seinen größten Meilenstein setzte er 2019: Damals bestieg er alle 14 Achttausender der Erde innerhalb von nur sechs Monaten und sechs Tagen, eine Leistung, die den bisherigen Rekord von mehreren Jahren deutlich unterbot.

Weitere internationale Bekanntheit erlangte Purja 2021, als ihm gemeinsam mit einem rein nepalesischen Team die erste Winterbesteigung des K2 gelang. Im selben Jahr machte ihn die Netflix-Dokumentation 14 Peaks: Nothing Is Impossibleeinem weltweiten Publikum bekannt.

Zuletzt verfolgte Purja ein weiteres ehrgeiziges Ziel: Er wollte als erster Mensch alle 14 Achttausender zweimal und vollständig ohne zusätzlichen Sauerstoff besteigen.

Letzte Worte vor dem Aufstieg

Nur wenige Tage vor seiner Expedition veröffentlichte Purja eine Nachricht auf der Plattform X. Darin schrieb er sinngemäß, dass er sich für den Broad Peak nichts weiter wünsche als einen sicheren Aufstieg und eine sichere Rückkehr.
Dazu sollte es nicht mehr kommen.

Broad Peak zählt zu den anspruchsvollsten Achttausendern

Der Broad Peak liegt im pakistanischen Karakorum und erreicht eine Höhe von 8.047 Metern. Er ist der zwölfthöchste Berg der Erde und gilt trotz seiner vergleichsweise geringeren technischen Schwierigkeiten als äußerst anspruchsvoll. Extreme Wetterumschwünge, Lawinengefahr und die große Höhe machen jede Besteigung zu einem erheblichen Risiko.

Das Unglück erinnert erneut daran, dass selbst die erfahrensten Alpinisten der Welt den objektiven Gefahren im Hochgebirge ausgesetzt sind. Trotz modernster Ausrüstung, jahrelanger Erfahrung und sorgfältiger Vorbereitung bleiben Achttausender unberechenbare Berge, auf denen Naturgewalten jederzeit über Erfolg oder Tragödie entscheiden können.

 

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