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Spot-Check Taranaki | Unterwegs am Surf Highway 45 in Neuseeland

Die Region im Westen der Nordinsel bietet beste Pointbreaks am Fuße eines perfekt geformten Vulkans

 

Man stelle sich eine Halbinsel in Neuseeland mit knapp 100 Kilometern Küstenlinie vor. Etliche Pointbreaks säumen die Route entlang der Tasman Sea – nahezu jede Straße zum Meer endet bei einem der gelegentlich menschenleeren Points. Als Sahnehäubchen thront in der Mitte der Peninsula ein perfekt geformter Vulkan, der aufgrund zirkulierender Winde auch noch gerne Offshore spendiert. Kann es nicht geben, denkst du?

Foto: NASA Observatory

Die Region Taranaki auf der Nordinsel treibt Surfern bei derart beeindruckenden Fakten Tränen der Freude in die Augen. Die Strecke entlang der legendären Coastline Aotearoas, die mehr als 180° Grad Swell-Fenster offenbart, trägt den klangvollen Namen Surf Highway 45.

Na gut, das Ende der Welt ist zwar aus Europa etwas umständlicher zu erreichen als die Spots zwischen Lacanau und San Sebastian, aber die Anstrengungen der etwas längeren Anreise werden umso reicher belohnt. Im unverzichtbaren New Zealand Surf Guide (40$) findet sich folgende Beschreibung: „Taranaki’s coastline contains more epic surfbreaks per kilometre than anywhere south of Oahu.“

New Plymouth im Norden gilt als Surf City und war bis 2013 am Stadtstrand Fitzroy Beach Gastgeber für die World Championship Tour der Frauen. Mit dem Waiwhakaiho Rivermouth (Right) und Belt Road (Left) liegen zwei Points für die Bewohner nur einen Steinwurf entfernt.

Ebenso interessant für die harten Jungs wird ab etwa 8ft Groundswell der Big Wave Spot Bog Works auf Höhe der Promenade am Coastal Walkway. Weiter Richtung Süden lassen sich schon bis zum ziemlich verlassenen Nest Opunake erstklassige Wellen im Minutentakt aufspüren.

Surf Conditions

When it’s on, it’s ON. Sobald einer der zahlreichen Points läuft, feuert oft die komplette Küste entlang des Highway 45. Dann verteilen sich die Surfer auf so viele Breaks, dass es in den Lineups sehr überschaubar wird. Wer einen Spot von Format mal nur mit seinen Freunden surfen möchte, wird mit der richtigen Spürnase genau hier fündig.

Crown Jewel aller Wellen ist zweifellos Stent Road – ein Righthander, der allerdings schon bei einigermaßen guten Bedingungen von Locals dominiert wird. Doch auch hier kann man früh morgens oder unter der Woche durchaus mal Glück haben. Als Indikator nutzen die Einheimischen den Swell Magnet Back Beach am südlichen Stadtrand von New Plymouth, zudem ein Beachbreak der allerfeinsten Sorte mit grandiosem Blick auf die Sugar Loaf Islands sowie Paritutu Rock. Wie Swells bzw. Tides die Küste beeinflussen, steht detailliert im Guide.

Der Slogan der Provinz heißt „Taranaki like no other“, denn abseits des Surf Highways bietet die Region einige Highlights – wie etwa die Besteigung des Vulkans zum Sonnenaufgang mit einem spektakulären 360-Grad-View bis an die Ostküste oder das Womad Festival im März mit hauptsächlich neuseeländischen Bands wie den Black Seeds.

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