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Lifestyle

Die besten Dokus auf Netflix: Under An Arctic Sky, Given, Valley Uprising

Drei absolut sehenswerte Dokumentationen für das Wochenende im Filmporträt

GIVEN

„Slow yourself down and you will see so much more“

Unter diesem Motto dokumentiert „GIVEN“ die atemberaubende Geschichte der reisenden Goodwin-Familie. Erzählt wird aus der Sicht des sechsjährigen Jungen Given, der mit seinen Eltern – dem legendären Surfer-Paar Aamion und Daize Goodwin – für 14 Monate durch 15 verschiedene Länder reist. Wie auch Aamion von seinem Vater die Welt gezeigt bekommen hat, erfährt Given jetzt die unterschiedlichsten Länder, weit entfernt von seiner Heimat Kauai, hautnah.

Filmemacher Jess Bianchi erzählt die Geschichte einer Familie, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebt. Die Zuschauer sehen die Welt so, wie sie durch die Augen eines kleinen Jungen auf die große Leinwand gebracht wird. Dieses Storytelling ermöglicht dem Publikum, die bereisten Ziele mit einer typisch kindlichen Offenheit und Neugier unvoreingenommen zu erleben.

Under An Arctic Sky

Bevor der Film „Under An Arctic Sky“ überhaupt als Idee oder die Umsetzung eines solchen Projekts in Aussicht stand, verband die Beteiligten anfangs lediglich die Begeisterung für Surfen im kalten Wasser. Im Laufe des letzten Jahrzehnts reisten Chris Burkard (Regisseur) und Ben Weiland (Director of Photography) um den Globus und suchten Wellen in einigen der kältesten und entlegensten Regionen der Welt. Warum sollte eigentlich irgendjemand jemals in kaltem Wasser surfen wollen?

Einfach, um sich aus der Komfortzone und der Routine, dem Vertrauten und Bekannten herauszuzwingen und einen Raum zu schaffen, in dem das Unbekannte und Unerwartete jederzeit passieren kann. „Under an Arctic Sky“ sollte genau das werden. Im Rahmen der Dreharbeiten musste die Filmcrew den härtesten Sturm aussitzen, den Island seit 25 Jahren erlebt hatte, und alle begannen sich zu fragen, ob diese Reise von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein würde. Es gab laut Chris einige Momente in diesem Zeitraum, in denen ein Abbruch der Mission kaum abzuwenden war.

Beispielsweise, als eines der Autos in einer Lawine steckenblieb, Renan Ozturk nach der Kollision mit einer der Drohnen mit 25 Stichen genäht werden musste oder als sich um die Neoprenanzüge der Surfer am Polarkreis um ein Uhr morgens Eis geformt hatte. Die besten Projekte erfordern immer, dass die Protagonisten an einigen Stellen leiden müssen. Genau diese Momente machen den Film am Ende zu etwas Besonderem und Außergewöhnlichen.

Unser ausführliches Interview mit Chris Burkard kannst du hier nachlesen.

Valley Uprising

In den 1960er und 1970er Jahren entwickelte sich der El Capitan zu einem Hauptreiseziel für Kletterer aus aller Welt. Es sollte nicht lange dauern, bis sich diese in Sachen Tempo und Stil überboten. 1961 schafften Royal Robbins, Joe Fitschen, Chuck Pratt und Tom Frost den ersten durchgehenden Aufstieg in einer Woche, und 1968 kehrte Robbins zurück, um die Route das erste Mal alleine zu bewältigen – in 10 Tagen. Die Klettergemeinschaft erschloss Routen für beide Flanken und im Jahre 1970 wurde erstmals die Dawn Wall erklommen.

Da sich die Klettertechnik wie auch die Ausrüstung stetig weiterentwickelte, verkürzte sich die benötigte Zeit für die Besteigung des Caps kontinuierlich. Die „Ein-Tag-Barriere“ wurde bereits 1975 durchbrochen und in den 1990er Jahren bis hin zu den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende gab es einen anhaltenden Wettbewerb zwischen Hans Florine und dem tödlich verunglückten Dean Potter um den Aufstieg in unter drei Stunden.

„Valley Uprising“ zeichnet die Geschichte von Amerikas Ikone El Cap im Yosemite mit den Protagonisten der jeweiligen Jahrzehnte nach – nicht nur für Kletterer eine absolut sehenswerte Doku!

 

 

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